Kein anderes Thema beherrscht wohl gerade die Menschen so sehr wie die aktuelle Situation.

 

Es kommen bei sehr vielen Menschen alte Ängste hoch.  Die ständige Flut an immer neuen Informationen führt  zu viel Verunsicherung in allen Lebensbereichen. Die Medienwelt erschlägt uns mit ihren täglich neuen Daten, Fakten und teils angsteinflößenden Bildern und Berichten.

Dadurch werden bei uns auch immer wieder alte Themen angetriggert. Existenzangst, Sorge um Familienangehörige, Angst machtlos zu sein, Angst in seiner Freiheit und Selbstbestimmung eingeschränkt zu werden. Und oftmals verlieren wir uns dann in einem Strudel voll Sorge, Kummer und Hoffnungslosigkeit.

Insbesondere viele Frauen und Paare mit einem tief verankerten Kinderwunsch leiden gerade in der jetzigen Zeit noch mehr. Sie stellen sich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht in diese Welt auch noch Kinder zu setzen, ob sie den Anforderungen in dieser unsicheren Zeit gewachsen sind.

Es ist ein Zwiespalt zwischen dem innigsten Wunsch ein Kind zu bekommen und der Angst, dem allen nicht gerecht werden zu können.

Doch wie dem Ganzen entkommen?

Raus aus der Negativspirale

Krise als Wendepunkt

Als erstes ist es wichtig sich einzugestehen, dass es völlig in Ordnung ist Angst zu haben.  Es ist eine wichtige Emotion , die uns auch vor Gefahren warnt. Jetzt geht es darum wieder ein natürliches Gleichgewicht herzustellen, damit diese Ängste nicht Oberhand gewinnen  .  Es ist wichtig wieder neue Perspektiven zu entwickeln und voller Selbstvertrauen in eine positive Zukunft zu blicken.

In jeder Krise steckt auch immer eine Chance. Vielleicht hast du das schon einmal gehört, aber fragst dich wie du das nur anstellen sollst. Denn schließlich bist du gerade dieser belastenden Situation ausgeliefert.

Ich höre in meiner Praxis oft, dass sich die Menschen  oft ausgelaugt, traurig, verzweifelt und wie gelähmt fühlen und gerade so in den Tag hinein leben und wie bewegungslos sind.

Oder ich höre, dass sie jetzt erst Recht im Stress sind, da Homeoffice, Kinderbetreuung und die alltäglichen Aufgaben sie überfordern und  sie sich dadurch wie in einem Hamsterrad fühlen.

Beide Extremzustände sind natürlich nicht gut für unser Seelenleben und unsere innere Zufriedenheit und natürlich fördern diese Zustände nicht gerade eine Empfängnis.

Die Gedanken folgen der Aufmerksamkeit

 

Das kennst du bestimmt, manchmal ist es aber notwendig sich wieder daran zu erinnern.

Wie war das, als du den Kinderwunsch in dir ganz intensiv gespürt hast? Auf einmal fallen einem die vielen schwangeren Bäuche in der Umgebung auf, man hat auf einmal das Gefühl, dass alle Frauen schwanger sind, nur man selber eben nicht.  Die Gedanken kreisen nur noch um dieses Thema.

Und ähnlich ist es jetzt auch in der Krise. Je mehr du die Berichte im Fernsehen ansiehst und dir auch im Internet alle möglichen Infos zu Gemüte führst, umso mehr schürst du die Angst und Verunsicherung in dir.

Du nimmst immer mehr von der Negativität auf und verlierst den Blick für das Positive.Deshalb ist es jetzt wichtig seine Gedanken wieder neu auszurichten, auszurichten auf schöne Dinge, auf Dinge für die wir dankbar sein können und dürfen. Das müssen nicht die großen Dinge oder materiellen Dinge sein.

Das kleine Einmal Eins der Achtsamkeit

 

Das Folgende soll dir ein paar Anregungen und Ideen geben, wie du aus der Negativspirale herauskommst

Beginne damit dir jeden Tag, vielleicht schon morgens, dir ein wenig Zeit zu nehmen. Es reichen wirklich schon wenige Augenblicke, um etwas in dir zu verändern. Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, es ist nur wichtig weiterzugehen.

Achte auf deinen Atem und beobachte deinen Atem, nimm bewusst war, wie deine Bauchdecke sich hebt und senkt . Stell dir dabei vor, wie du kraftvolle Energie einatmest und alle Alltagssorgen einfach beim Ausatmen loslässt.

Oftmals gehen wir Tätigkeiten nach und sind mit den Gedanken schon lange wieder woanders. Meist entweder bei Dingen, die in der Vergangenheit liegen oder in der Zukunft.

Mache das, was du tust mal ganz bewusst, denn dann bist du auch mit deinen Gedanken in der Gegenwart. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dir die Zähne putzt oder das Frühstück machst oder einen Spaziergang. Versuche dabei alle Sinne mit einzubeziehen.

Was nimmst du dabei war? Was schmeckst du? Was riechst du? Was hörst du? Was kannst du sehen?

Du kannst diese kleine Übungen überall mit einbauen. Es geht darum deine Wahrnehmung zu schulen.

Das kostet dich noch nicht mal extra Zeit.

Gehe so oft wie du kannst in die Natur. Nimm dir auch da ein paar tiefe Atemzüge und beobachte, was du alles wahrnimmst und beobachtest. Es gibt wirklich viel zu entdecken.

Du wirst merken, dass  deine Gedanken sich beruhigen, dass deine Atmung tiefer geht, dass du dich selbst wieder mehr spürst und du dich lebendiger fühlst und ausgeglichener. Auch das Gefühl der Dankbarkeit kann man so wieder entdecken.

In so einem entspannten Zustand bekommen wir wieder den Kopf leichter frei, so dass wir positver gestimmt sind.  Es gelingt uns leichter neue Lösungen für unsere Probleme zu finden.

Probier es doch einfach einmal aus! Ich wünsche dir viel Spaß dabei!